ZIKADENSPIELE

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ZIKADENSPIELE (2021)
Hörspiel für eine Stimme und sieben Geister

ASMR-Hörspiel für den öffentlichen Raum von Claire Tolan

Kuratorin: Lona Gaikis

Ort: Kongreßpark, Wien

Gefördert von KÖR Kunst im öffentlichen Raum, dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) sowie der Stadt Wien.

Kongreßpark (links) und Kongreßpark (rechts) aus der Vogelperspektive.

CICADA GAMES ist ein ASMR-Hörspiel, das als Augmented Reality App für den Kongreßpark konzipiert ist. Ein Flüstern über Geschichte und Zeit, Isolation und Konspiration.

Sich auf das Radio-Hörspiel Die Zikaden (1954) von Ingeborg Bachmann beziehend, versetzt uns das Stück in einen akustischen Rausch. Die Zikaden, die in den Bäumen sitzen, flüstern uns Dinge aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu. Als grüne Insel im urbanen Raum ist der Kongreßpark – benannt nach dem Wiener Kongresses (1814-15) – geprägt durch die konfliktreiche jüngere Geschichte Wiens und Europas.

Heute zeigt sich hier der unbekümmerte Wiener Alltag, hier sieht man die Spuren der Wiener Moderne und man fühlt das Wirken linker sozialistischer Utopien (Rotes Wien).

Die poetische Aufarbeitung in Form eines Hörspiels macht die/den Parkbesucher*innen Geschichte greifbar. Die Erweiterung des Parkerlebnisses durch einen virtuellen Klangraum hebt die Linearität von Zeit und Raum auf. In dieser fiktiven Welt treten die flüsternden Zikaden als Medien bisweilen verstummter Geister der Stadt auf (Teresa Feodorowna Ries, Hilda Doolittle, Sigmund Freud, Ludwig Wittgenstein, u.a.) und bringen sie wieder zu Gehör.