OCEANIC FEELING / de

OCEANIC FEELING

Englisch

Unter dem Motto OCEANINC FEELING tauchen wir 2021 als digitale und damit verflüssigte Subjekte [Liquid Subjects] wieder in eine virtuelle Welt von Klang, Bild und Bewegung ein. Der Begriff – ursprünglich vom Schriftsteller Romain Rolland in einem Brief an seinen Freund Sigmund Freud über die Mystik des Ramakrishna 1927 geprägt – drückt eine Empfindung des Eingetaucht-Seins in die Ewigkeit. Es beschreibt das berauschende Gefühl der Verbundenheit mit der ganzen äußeren Welt. Während Rollands‘ Erfahrungsbericht – möglicherweise ein selbst erlebter Trancezustand – es in Freuds Psychoanalyse nur als Randbemerkung geschafft hat und als Überbleibsel eines primitiven Ich-Gefühls aus der Kindheit diagnostiziert wurde, nehmen wir die Idee des ozeanischen Gefühls affirmativ als kulturelle und spirituelle Technik auf.

Wir deuten diese Erfahrung bewusst als Moment, in dem eine Vorstellung im Menschen davon entsteht, Teil einer lebendigen und fluktuierenden Matrix zu sein – Indiz für ein ökologisches Bewusstsein, bei dem sich der transzendierende Geist wieder mit der Welt verbinden will.

Das ozeanische Gefühl begegnet uns auf der Plattform von czirp czirp in musikalischer Form und kann, über das motivische und metaphorische Potenzial einer Unterwasserwelt hinaus, als künstlerische Methode verstanden werden, uns den Klang der menschlichen und nicht-menschlichen Umwelt bewusst zu machen.

Künstler*innen: Kokkonen x Mangan (FIN/AUS), Yuzu (BGR) x TE-R (AT), Angelica Castello (MX) x Meritxell Colell Aparicio (ES), Enrika Myskovskaja (LT) x Alexandra Maciá (ES), Benjamin Tomasi (AT).

In Kooperation mit IGNM Internationale Gesellschaft Neuer Musik.

Unterstützt vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Diesnt und Sport (BMKÖS), der Stadt Wien, der SKE Austromechana, der LSG (Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten) sowie der Bezirksvorstehung Ottakring, Franz Prokop.